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Liebes Brautpaar,
herzlich
willkommen auf unserer Internetseite.
Wir
freuen uns, dass Sie sich für den Schritt der kirchlichen Trauung interessieren.
Damit wir Ihnen die Vorbereitung erleichtern, hier einige nützliche
Informationen:
Zwei Menschen heiraten, weil in ihnen die tiefe Sehnsucht nach einer Leib und
Seele umfassen-den Gemeinschaft eingepflanzt ist.
Eine glückliche Ehe ist Gnade, so wie Liebe ein Geschenk ist. Christen
vertrauen darauf, dass Gott ihre eheliche Gemeinschaft segnet und schützt und
den Ehepartnern zu einem gelin-genden Zusammenleben
hilft. Jeder der Ehe-partner kann auch selbst etwas
dazu beitragen, dass die Ehe zu der glücklichen Gemeinschaft wird, zu der
Gott sie bestimmt hat. Die Ehe gründet in der Liebe und im Vertrauen, die die
Eheleute einander entgegenbringen. Als ganz-heitliche
Gemeinschaft zielt sie auf Treue und Dauerhaftigkeit des Zusammenlebens in gegen-seitiger Verantwortung. In der Ehe leben Christen
unter der Verheißung des Evangeliums und unter dem Liebesgebot, das in der
Liebe Gottes gründet. Der Glaube an die Treue und Gnade Gottes befähigt und
stärkt die Eheleute zu gegenseitiger Liebe, Geduld und Vergebung.
Im Traugottesdienst, in dem das christliche Ehe-verständnis
zur Darstellung gebracht wird, erfährt das Paar seinen Weg begleitet vom
Willen und der Verheißung Gottes. Es bekennt sich dazu und eben dabei auch
zueinander. Es erfährt die Fürbitte der Gemeinde und erhält den Segen Gottes.
Mit den folgenden Zeilen wollen wir Sie als Brautpaar ermuntern, sich Zeit
für die Vor-bereitung auf die Trauung zu nehmen,
diese Zeit für ein Gespräch miteinander und mit dem Pfarrer zu nutzen, damit
die kirchliche Trauung zu einem festlichen Ausgangspunkt für einen
tragfähigen Lebensbund wird.
Die kirchliche Trauung - ein Fest
Ein Fest will vorbereitet sein. Schon etliche Wochen vor dem großen Tag
werden Vorberei-tungen getroffen. Vieles muss
bedacht, organi-siert und entschieden werden. Das
gilt auch für den Traugottesdienst. Dabei sollte Folgendes bedacht werden:
1. Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Pfarrer. Die Gemeindeglieder, die
südlich der Grevener /Lengericher Straße wohnen, wenden sich an Pfr.
Schwulst, Tel. 05485/2142; diejenigen, die nörd-lich
dieser Straßen wohnen wenden sich an Pfr. Winkelströter,
Tel. 05485/2767. Es werden dann der Tag und die genaue Uhrzeit sowie der
Termin für das Traugespräch abgesprochen. Wer auf einen bestimmten Termin für
die Trauung fest-gelegt ist, sollte die Trauung
frühzeitig anmelden. Sonst kann es passieren, dass die Kirche bereits durch
eine andere Trauung oder einen Gottes-dienst belegt
ist.
2. Konfessionsverschiedenheit
Falls Sie verschiedenen christlichen Kirchen angehören, sollten Sie
Folgendes klären:
"Wollen wir nach der evangelischen oder katholischen oder ökumenischen
Form getraut werden?“
- Wenn Sie sich für die evangelische Form ent-scheiden,
sollte der katholische Partner bei seiner Kirchengemeinde einen Dispens
beantragen. Wenn er dies nicht tut, gilt er für die katholische Kirche als nicht-verheiratet.
- Wenn Sie sich die ökumenische Form wählen, müssen Sie sich für die
katholische oder die evangelische Kirche als Trauort
entscheiden. Findet der Gottesdienst in der katholischen Kirche statt, führt
der katholische Priester durch den Gottesdienst und der evangelische Pfarrer
hält die Predigt. Findet der Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt,
ist es umgekehrt. Details können im Einzelgespräch geklärt werden. In jedem
Fall müssen Sie sich an beide Pfarrer wenden.
- Wenn Sie sich für die katholische Form entscheiden, sind Sie auf dieser
Seite falsch. Dann wenden Sie sich bitte an Ihre katholische Kirchengemeinde.
3. Religionsverschiedenheit
Gehört ein Partner keiner christlichen Kirche (z.B. wenn er nicht getauft ist
oder wenn er ausge-treten ist) an, findet ein
Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung statt, bei dem in der Regel die
Traufragen wegfallen.
Gehört ein Ehepartner einer anderen Religion an, ist im Gespräch mit dem
Pfarrer über eine angemessene Form des Gottesdienstes zu sprechen.
4 Traugespräch
Der Pfarrer, der die Trauung vornimmt, wird mit Ihnen einige Wochen vor
dem Trautermin ein ausführliches Gespräch über den Weg, der Sie
zusammengeführt hat, ihre bisherige gemeinsame Lebensgeschichte, das
christliche Verständnis von Ehe und über den Sinn einer kirchlichen Trauung
führen. Der Ablauf des Gottesdienstes und seine Gestaltung durch weitere
Mitwirkende werden ebenfalls besprochen werden.
5. Vorbereitung des Traugesprächs
Beim Traugespräch müssen Sie für das Aufgebot folgende Daten wissen:
- Ihr Tauftag
- Ihr Konfirmations- bzw. Firmtag
- Hochzeitstag Ihrer Eltern
Ebenso soll auch der Tag für Ihre eigene standesamtliche Hochzeit feststehen.
Beim Traugespräch werden Sie ferner nach Ihrem biblischen Trauspruch, den Sie
sich selbst aus-suchen können, und nach Ihren
Wünschen für die Gestaltung des Gottesdienstes gefragt. Im Vor-feld sollten Sie überlegen, ob jemand aus der Familie
oder von den Trauzeugen am Gottes-dienst mitwirken
möchte.
6. Gestaltung des Gottesdienstes
Für die Gestaltung des Gottesdienstes können Sie Lieder aus dem Evangelischen
Gesangbuch oder andere christliche Lieder, Bibeltexte oder Gebete vorschlagen.
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Auch
besondere musikalische Beiträge von Solisten oder Musikgruppen sind in
Absprache möglich. Eine Begleitung der Solisten durch die Organisten der
Gemeinde ist nicht in jedem Fall möglich. Eine genaue Absprache ist
erforderlich.
Es wäre
sehr schön, wenn Sie sich schon vor dem Traugespräch Gedanken über die
Gestaltung des Traugottesdienstes machen würden.
Für den Gottesdienst können Sie ein eigenes Liedblatt oder -heft erstellen.
Dieses kann nicht nur die Lieder, sondern auch den Ablauf, die Texte, Bilder
usw. beinhalten, die im Gottesdienst eine Rolle spielen. Bei der Erstellung
des Blattes kann Ihnen der Pfarrer behilflich sein.
7. Weitere Anregungen
a) Trausprüche
Trausprüche sind biblische Geleitworte, ähnlich wie ein Taufspruch oder Konfirmationsspruch.
Der Trauspruch ist eine Art Überschrift über Ihre Ehe, ein Versprechen Gottes
für Sie, oder ein Auftrag, den Sie gemeinsam wahrnehmen wollen. Die Bibel
enthält eine Fülle von Möglichkeiten. Folgende Texte sind Beispiele:
1. Mose 12, 3a;
Ruth 1, 16+17;
Psalm 17, 7; Psalm 23;
Psalm 37, 5; Prediger 4, 9-12;
Johannes 13, 34; Johannes 15, 12;
Johannes 16, 33b; Römer
13, 8 - 10;
Römer 15, 7; 1. Korinther 13, 13;
2. Korinther 9, 8; Galater 5, 1;
Galater 5, 13+14;
Galater 6, 2;
Epheser 5, 20+21; Philipper 1, 9;
Kolosser 3, 14; 2. Timotheus 1,
7;
Hebräer 13, 9; 1. Petrus 4, 8;
1. Petrus 4, 11c; 1. Johannes 4,
16+20; u.a.
Im Gemeindebüro oder bei den Pfarrern können Sie auch ein Heft erhalten, das
allgemeine Informationen zur Trauung und Vorschläge für Trausprüche enthält.
b) Lieder
Im "Evangelischen Gesangbuch" gibt es nicht nur unter der
Überschrift 'Trauung' eine gute Auswahl von Liedern. Blättern Sie ruhig einmal
das Gesangbuch durch und sehen Sie sich die Texte und Melodien an. Achten Sie
gegebenenfalls auch auf das 'Ö' neben der Nummer; diese Lieder werden auch in
der katholischen Kirche gesungen.
Hier nun eine Auswahl von möglichen Liedern:
170 "Komm, Herr, segne uns ..."
171 "Bewahre uns, Gott ..."
238 "Herr, vor dein Antlitz treten zwei ..."
239 "Freuet euch im Herren allewege ..."
240 "Du hast uns, Herr, in dir verbunden .."
265 "Nun singe Lob, du Christenheit ..."
288 "Nun jauchzt dem Herren, alle Welt..."
316 "Lobe den Herren, den mächtigen ..."
321 "Nun danket alle Gott..."
322 "Nun danket all und bringet Ehr ..."
331 "Großer Gott, wir loben dich ..."
395 "Vertraut den neuen Wegen ..."
577 "Kommt herbei, singt dem Herrn ..."
601 "Gott, wir preisen deine Wunder ..."
607 "Herr, wir bitten: Komm und segne ..."
658 "Lass uns in deinem Namen, Herr ..."
663 "Herr, deine Liebe ist wie ..."
vgl. auch die Nummern
161; 165; 182; 209; 279; 286; 295; 302; 304; 327; 334; 352; 394; 408; 409;
587; 636; 644; 659; 665; u.a.
c) Musikalische Vorträge
Eine musikalische Ausgestaltung der Feier durch Kräfte aus dem Kreis der
Angehörigen oder durch musikalische Gruppen und Solisten ist sehr schön und
wünschenswert, da es Ihnen zusätzlich hilft, sich im Gottesdienst
wohlzufühlen. Beiträge müssen aber vorher mit dem Pfarrer und dem
Kirchenmusiker, der für die musikalische Gestaltung verantwortlich ist,
abgesprochen werden. Dabei ist folgendes zu beachten: Chor- Solo- und
Instrumentalmusik, die sich auf Texte bezieht, die dem Verständnis einer
evangelischen Trauung widersprechen, kann nicht aufgeführt werden. Über die
musikalische Ausgestaltung ist der zuständige Pfarrer Ihnen gerne behilflich.
d) Blumenschmuck
Für die Ausschmückung der Kirche müssen Sie selbst sorgen. Dazu setzen Sie
sich aber bitte mit der Küsterin, Martha Weikert,
Tel. 05485/1323 in Verbindung.
e) Fotografieren und Filmen
Es ist verständlich, wenn Sie von Ihrer Trauung auch ein Foto oder einen Film
haben möchten. Um der Würde der Feier zu entsprechen, sollte aber das Filmen
oder Fotografieren während des Gottesdienstes dezent geschehen. Am besten
geschieht das, wenn nur ein Fotograf bzw. ein Videofilmer von einem festen
Standort aus die Aufnahmen macht. Störend ist es, im Gottes-dienst
mit Blitzlicht oder Scheinwerfer zu hantieren. In jedem Fall empfiehlt sich
eine Rücksprache mit dem Pfarrer.
f) Kollekte
Am Ausgang wird eine Kollekte eingesammelt. In der Regel ist es für den
Unterhalt unserer Kirche bestimmt. In Ausnahmefällen können auch die
Brautleute einen Spendenzweck benennen.
g) Auszug
Natürliche Blumen und Blüten werden bitte noch nicht in der Kirche, sondern
erst auf dem Vorplatz gestreut. Künstliche Blumen können bereits in der
Kirche gestreut werden.
Wir bitten Sie eindringlich dafür zu sorgen, dass nach dem Gottesdienst kein
Reis gestreut wird. Dies ist kein christlicher Brauch, außerdem ist es nicht
gut, Lebensmittel einfach wegzuwerfen.
Wer mehr über die Trauordnung wissen möchte, findet entsprechende
Informationen auf der Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen, www.ekvw.de.
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