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Liebe
Leserin, lieber Leser,
wir
freuen uns, dass Sie sich für die Taufe in unserer Gemeinde interessieren.
Vielleicht möchten Sie Ihr Kind zur Taufe bringen. Vielleicht haben Sie sich
auch selber entschieden, sich taufen zu lassen. Auf jeden Fall sind Sie zur
Taufe herzlich willkommen, ebenso alle, die die Tauffeier begleiten werden.
Einige nützliche Informationen im Vorfeld
1.Grundlage
Jesus Christus hat gesagt:
"Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." (Matthäus 28,
19+20)
Aufgrund dieser Einladung Jesu Christi kommen wir zur Taufe oder bringen
unsere Kinder zu Jesus.
2. Bedeutung
In der Taufe
erfahren wir: Wir haben nicht nur Eltern und Bezugspersonen in unserem
irdischen Lebensumfeld. Wir haben einen Vater im Himmel. Jesus Christus, der
uns in der Taufe annimmt, macht uns zu einem Kind Gottes.
Das
heißt, wir haben eine Anlaufstation im Himmel, an die wir uns in jedem
Moment, in jeder Phase des Lebens im Gebet wenden können.
Gott ist
auf unserer Seite mit seiner Liebe. Er teilt unsere Freuden. Er gibt Halt und
Hoffnung in Traurigkeit. Er vergibt uns unsere Schuld, schenkt Wege aus der
Schuld hin zu einem gesegneten Neuanfang.
Gott
schenkt uns seinen Geist. So können wir Gottes Wort und Willen verstehen und
für unser Leben akzeptieren.
Jesus
Christus ist die Brücke zu Gott. Er hat uns Gottes Willen vorgelebt. An Jesus
können wir uns orientieren. Durch sein Leiden und Sterben steht er in ewiger
Solidarität zum Leiden der Menschen heute.
In der Taufe werde ich zum Glied einer Gemeinde, in der viele Menschen, die
getauft sind, den Glauben teilen an Gott, den Vater, den Sohn und den
Heiligen Geist.
3. Anmeldung
Die Anmeldung zur Taufe erfolgt bei Pfarrer Rüdiger Schwulst, Tel. 05485/2142
oder Pfarrer Jörg Winkelströter, Tel. 05485/2767.
Für
kleine Kinder bitten die Eltern um die Taufe. Voraussetzung für die Taufe
eines Kleinkindes ist, dass mindestens ein Elternteil der evange-lischen
Kirche angehört. Aus der Taufe eines Kleinkindes ergibt sich für Eltern und
Paten die Verpflichtung, dem Kind später zu sagen, warum sie es haben taufen lassen und was die Taufe für sein Leben bedeutet.
Die Taufe darf nicht be-schränkt bleiben auf die
eine Tauffeier. Taufe geht weiter, wo ein Kind von den Eltern und Paten im
Alltag mit Gott in Kontakt gebracht wird. Das Kind soll eines Tages in der
Lage sein, selbst Ja zu dem Herrn zu sagen, auf dessen Namen es getauft
wurde. Daher versprechen Eltern und Paten bei der Taufe für die christliche
Erziehung des Kindes zu sorgen, ihm von Gott und vom Glauben zu erzählen, mit
ihm zu beten und die Kirche zu besuchen.
Mit dem Pfarrer vereinbaren die Eltern einen Termin für die Taufe und einen
Termin für ein Vorbereitungsgespräch.
Erwachsene bitten selbst um die Taufe. Sie werden vom Pfarrer durch einen
kürzeren oder längeren Taufunterricht auf die Taufe vorbereitet.
Für Kinder im Alter von etwa 12 Jahren ist der Kirchliche Unterricht
Vorbereitung auf die Taufe.
4. Paten
Die Eltern werden in der christlichen Verantwor-tung
für ihr Kind von Paten und Patinnen unter-stützt.
Die Gemeinde überträgt das Patenamt den Frauen und
Männern, die die Eltern vorschlagen. Es muss mindestens ein Pate oder eine
Patin sein, es sollten maximal vier sein. Die Paten sollen für das Kind beten
und ihm helfen, an Jesus Christus zu glauben und sich in der Gemeinde wohl zu
fühlen. Es kommt darauf an, solche Patinnen und Paten zu finden, die ein gutes
Verhältnis zur Familie und Gemeinde haben und dem Kind herzlich verbunden
sind. Mindestens einer der Paten muss evangelisch sein. Die anderen Paten
können auch aus einer anderen christlichen Kirche kommen, z.B. aus der
katholischen Kirche.
Paten und
Patinnen, die nicht in Ladbergen wohnen, brauchen eine Patenbescheinigung.
Sie gibt darüber Auskunft, dass der Betreffende das Patenamt
übernehmen darf. Die Bescheinigung wird von der Kirchengemeinde ausgestellt,
zu der der Pate oder die Patin gehört.
Jugendliche,
die den Kirchlichen Unterricht durchlaufen haben, und Erwachsene brauchen
keine Paten. Es ist aber möglich, auf Wunsch Paten zu benennen, wenn die
Täuflinge bei der Taufe und in ihrem Leben als Christ einen ver-lässlichen Partner im Glauben an ihrer Seite haben
wollen.
5. Gottesdienst
Die Taufe findet in einem Gemeindegottesdienst statt. Die Gemeinde
interessiert sich für die Taufe der Kinder. Sie möchte dabei sein, wenn einem
Kinde die Liebe Gottes zugesprochen wird und möchte zeigen, dass das Kind in
die Gemein-schaft der Kirche Jesu Christi
aufgenommen wird.
Taufgottesdienste finden an jedem zweiten Samstag im Monat um 14.30 Uhr
statt. Selbstverständlich kann die Taufe auch im Sonntagsgottesdienst, im
Abendgottesdienst oder im Minigottesdienst vollzogen werden.
Soll die Taufe in einer anderen Kirchengemeinde vollzogen werden, muss Pfr.
Schwulst oder Pfr. Winkelströter zustimmen und eine
Abmelde-bescheinigung (Dimissoriale)
ausstellen. Wer eine solche Bescheinigung braucht, wende sich dazu an Herrn Apitz im Gemeindebüro,
Tel.
05485/14 14.
6. Tauffeier
a) Bibeltexte
Bei der Tauffeier wird folgender Bibeltext gelesen:
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"Jesus trat herzu und sprach
zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet
hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters
und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich
euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt
Ende" (Matthäus
28, 18-20).
Dieser
Text sagt uns, dass Jesus Christus uns den Auftrag gegeben hat, Menschen zu
taufen und ihnen vom Glauben zu erzählen. Er hat versprochen, bei uns zu
sein. In seiner Hand sind wir geborgen.
b)
Glaubensbekenntnis
Eine wichtige Grundlage für die Taufe ist das verbindliche Bekenntnis des
christlichen Glaubens, an das der Getaufte sich in seinem Leben halten soll.
Gemeinde, Eltern und Paten bzw. die erwachsenen Taufbewerber bekennen
miteinander den christlichen Glauben, zu dem in der Taufe gerufen wird. In
der Regel geschieht das mit den Worten des Apostolischen
Glaubensbekenntnisses:
Ich glaube an Gott, den Vater, den
Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die
Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige, allgemeine christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Das Glaubensbekenntnis wird im Gottesdienst von allen gemeinsam und, wenn
möglich, auswendig gesprochen.
c)
Tauffragen
Eltern und Paten werden gefragt, ob sie das Kind auf den Namen des Vaters und
des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen lassen wollen. Es schließt sich
die Frage an, ob die Eltern und Paten bereit sind, das Kind im christlichen
Glauben zu erziehen. Das Kind soll lernen, was die Taufe bedeutet. Zur
gegebenen Zeit soll es selbst das Bekenntnis ablegen können, das bei seiner
Taufe die Eltern und Paten gegeben haben, z.B. bei der Konfirmation.
Jugendliche und Erwachsene werden selbst danach gefragt, ob sie getauft
werden wollen.
d) Taufhandlung
Der Pfarrer spricht: "Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes." Dabei begießt er dreimal den Kopf mit
Wasser. Wasser und Wort gehören zusammen. Das Wasserbad verdeutlicht dabei
auch bildhaft die Verkündigung. Es geht um Reinigung, Stärkung, Belebung,
Erneuerung. Es folgt ein Segenswort und die Nennung des Taufspruches.
e) Taufspruch
Als Geleitvers für das Leben als getaufter Christ bekommen die Getauften
einen Bibelvers. Diesen können die Eltern oder die Paten bzw. Jugendliche und
Erwachsene selbst aussuchen. Auf Wunsch kann auch der Pfarrer einen
Taufspruch vorschlagen.
Beispiele:
1. Mose 12,2 4. Mose 6,24
Psalm 91,11 Psalm 103, 2
Psalm 139,5 Jesaja 43,1
Matthäus 6,33 Matthäus
28,30
1. Korinther 7,23 1.
Johannesbrief 4, 19
Im Gemeindebüro oder bei den Pfarrern sind auch Hefte mit allgemeinen
Hinweisen zur Taufe und Vorschlägen zu Taufsprüchen erhältlich. Oder Sie
informieren sich unter www.taufspruch.de.
f)
Taufkerze
Es ist gute Sitte, den Getauften eine Taufkerze zu schenken. Die Kerze wird
an der Altarkerze entzündet mit den Worten: "Christus spricht: Ich bin
das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der
Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben" (Johannes 8, 12).
Diese Kerze kann zur Erinnerung an die Taufe am Geburtstag oder am Tauftag
entzündet werden.
g) Segen
Den getauften Kindern, den Jugendlichen und Erwachsenen und den Eltern und
Paten der Kinder wird die Verheißung, die Treue und bewahrende Macht Gottes
zugesprochen.
h) Beteiligung
Es ist schön, wenn sich Eltern, Patinnen und Paten am Taufgottesdienst
beteiligen würden. Das kann in Absprache mit dem Pfarrer durch musikalische
Gestaltung, Lesung der Bibeltexte oder Sprechen von Gebeten geschehen. Für
den Taufgottesdienst können auch Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch oder
christliche Kinderlieder vorgeschlagen werden.
i) Fotografieren und Filmen
Es ist verständlich, wenn Sie von dem wichtigen Ereignis einer Taufe auch ein
Foto oder einen Film haben möchten. Um der Würde der Feier zu entsprechen,
sollte aber das Filmen oder Fotografieren während des Gottesdienstes dezent
geschehen. Am besten geschieht das, wenn nur ein Videofilmer von einem festen
Standort aus bzw. nur ein Fotograf die Aufnahmen von der Taufhandlung macht.
Störend ist es, im Gottesdienst mit Blitzlicht oder Scheinwerfer zu
hantieren. In jedem Fall empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Pfarrer.
Wer mehr über die Taufordnung wissen möchte, findet entsprechende
Informationen auf der Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen, www.ekvw.de.
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